Bildungsnetzwerk Oberberg feiert 10- jähriges Bestehen
Motto der Feierstunde: „Gemeinsam Bildung gestalten – Oberberg konkret“
Oberbergischer Kreis. „Gemeinsam Bildung gestalten – Oberberg konkret“ - Unter diesem Motto hatten der Oberbergische Kreis und die Bezirksregierung Köln die Partner, Akteure und Unterstützer des Bildungsnetzwerkes Oberberg in die Gesamtschule Marienheide eingeladen. Rund 160 Gäste aus Kitas, Schulen, Verbänden, Wirtschaft, Verwaltung, Stiftungen und außerschulischen Lernorten erwartete ein vielseitiges Programm, das sowohl das Wirken des Netzwerkes als auch das gesellige Miteinander in den Mittelpunkt der Veranstaltung stellte.
Das Bildungsnetzwerk Oberberg wurde 2009 vom Oberbergischen Kreis, den 13 Kommunen und dem Land NRW mit der Zielsetzung gegründet, das Schul- und Bildungswesen in Oberberg gemeinsam weiterzuentwickeln. „Gemeinsam erreichen, was einer für sich alleine nicht kann“ zog sich dann als Grundidee des Netzwerkens auch durch das moderierte Gespräch mit Ralf Schmallenbach, Oberbergischer Kreis, Ralf Kuhn, Bezirksregierung Köln, Bürgermeister Stefan Meisenberg und Michael Sallmann, IHK Gummersbach. „In der Netzwerkarbeit ist es zunächst wichtig die abgestimmten Themen so zu entwickeln, dass sie einen spürbaren Mehrwert für die Region bringen. Wir können hier noch besser werden. Dann können wir uns neuen Feldern widmen.“, sagt Schuldezernent Ralf Schmallenbach, der dem Lenkungskreis des Netzwerkes vorsitzt.
Im Oberbergischen Kreis stehen aktuell die Themen frühkindliche Bildung, Stärkung der MINT-Kompetenzen, Persönlichkeitsbildung mit einem Schwerpunkt im Bereich der Medienkompetenz, Integration sowie der Übergang Schule – Beruf/Studium im Vordergrund.
Die bisherige Zusammenarbeit war erfolgreich, hat sich bewährt und ist auch für die Zukunft der richtige Weg, um den Lernerfolg von Kindern und Jugendlichen in Oberberg zu fördern und ihnen Anschlussperspektiven in der Region zu bieten: Darin waren sich die Teilnehmenden im Gespräch auf dem Podium einig.
In welchem Maße auch die Kindertagesstätten und Schulen vor Ort von den Angeboten im Netzwerk profitieren, machte Bürgermeister Meisenberg am Beispiel von Marienheide deutlich. Hier sind z.B. 5 der 6 Kindertagesstätten in das Haus der kleinen Forscher-Netzwerk eingebunden und nutzen für ihre Arbeit die ortsnahen Fortbildungen auf :metabolon.
Zusammenarbeit als Mehrwert
Für die Bergische Agentur für Kulturlandschaft (BAK) gab Christine Wosnitza einen Einblick, wie der außerschulische Lernort „Landschaftshaus“ die Zusammenarbeit mit dem Bildungsbüro gestaltet. „Für uns ist das Bildungsbüro eine gute Adresse, um mit den Kindertagesstätten und Schulen in Kontakt zu kommen. Auf diesem Wege ist es gelungen, unsere Angebote bedarfsgerecht und an den Kernlernplänen der Schulen auszurichten“.
Auch für das neue Handlungsfeld der BAK ‚Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)‘ setzt die BAK als Regionalzentrum im BNE im BNE Landesnetzwerk NRW auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Bildungsbüro Oberberg.“
Robotik entlang der Bildungskette
Dass Kinder nicht nur für die Schule sondern immer auch fürs Leben lernen und das mitunter sehr spielerisch, wurde am Beispiel des Themas Robotik deutlich. Darüber tauschten sich Prof. Dr. Maria Elena Algorri Guzman; TH Köln – Campus Gummersbach; Wolfgang Cieplik, Firma Unitechnik; Wolfgang Krug, Gesamtschule Marienheide; Ingo Breuer, Gemeinschaftsgrundschule Nümbrecht und Kerstin v. Scheidt, Bildungsbüro Oberberg aus.
Im Oberbergischen Kreis wird bereits in der Grundschule mit Lego® Mindstorms – Kästen gearbeitet, die im Netzwerk kostenlos zur Verfügung gestellt worden sind. „Das ist frühe Berufsorientierung und Kompetenzerwerb, den wir seitens der Wirtschaft mit Projekten wie TuWas oder KURS gerne unterstützen“, sagt Wolfgang Cieplik, Firma Unitechnik.
Langeweile als Rezept
Der Wirtschaftspsychologe, Autor und Keynote Speaker Dr. Leon Windscheid unternahm mit den Gästen eine Reise „zurück ins Hirn“, mit einem gelungen Spagat zwischen Unterhaltung und Wissenschaft: „Heute leben wir digitalisiert, technisiert und vor allen Dingen optimiert. Das ist eine Herausforderung für unser Gehirn, das sich in den letzten 300.000 Jahren kaum verändert hat. Menschen fühlen sich zunehmend überfordert, gestresst und ausgelaugt.“ Dr. Windscheid hat hierfür eine Lösung. „ Wir müssen uns wieder mehr mit unseren Gedanken und Gefühlen beschäftigen und Langeweile zulassen und aushalten.“
Die Gesamtschule und das Bildungsbüro hatten gemeinsam für einen feierlichen Rahmen gesorgt, in dem u.a. Schüler*innen der Zirkus-AG der Gesamtschule ihr akrobatisches Talent unter Beweis eindrucksvoll unter Beweis stellten.
Die Feierstunde zum 10-jährigen Bestehen des Bildungsnetzwerks Oberberg bot ausreichend Gelegenheit zum Netzwerken und wurde damit dem erklärten Ziel, gemeinsam Unterstützungsstrukturen zu nutzen, einmal mehr gerecht.
Imressionen