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Neuigkeit

Veröffentlichungsdatum: 2026-07-08

Katastrophenschutz macht Schule: Oberbergischer Kreis treibt kreisweite Umsetzung des Pilotprojekts voran Rund 100 Teilnehmende bei regionalen Vernetzungstreffen – erste Folgeprojekte für das Schuljahr 2026/27 bereits in Planung

Rund 100 Teilnehmende beteiligten sich an drei Vernetzungstreffen zur Ausweitung des Projekts „Katastrophenschutz macht Schule“ des Oberbergischen Kreises und unterstützen damit die Initiative zur Sensibilisierung von Schülerinnen und Schülern in Oberberg für den Katastrophenschutz.

Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt „Handeln macht Schule! Sensibilisierung für den Katastrophenschutz“ im letzten Jahr am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Wiehl, hat der Oberbergische Kreis im Rahmen des Bildungsnetzwerks die Ausweitung auf das gesamte Kreisgebiet der Initiative vorangetrieben. Ziel ist es, das Thema Katastrophenvorsorge und Selbsthilfefähigkeit dauerhaft an Schulen im Oberbergischen Kreis zu verankern und Schülerinnen und Schüler auf den Umgang mit Krisen- und Notfallsituationen vorzubereiten.

Das Bildungsbüro Oberberg, das Amt für Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz sowie die Projektagentur Oberberg GmbH haben hierzu gemeinsam Strukturen geschaffen. Nach Abstimmungen mit den Kommunen luden sie Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, Schulverwaltungen, Ordnungsämtern sowie Bevölkerungsschutzorganisationen und Verbänden zu drei regionalen Vernetzungstreffen ein: für den Nordkreis in Radevormwald, für die Kreismitte in Gummersbach sowie für den Südkreis in Waldbröl.

Vernetzung von Schulen, Kommunen und Akteuren des Bevölkerungsschutzes im Vordergrund

Insgesamt folgten rund 100 Teilnehmende der Einladung. In den Veranstaltungen wurden Erfahrungen aus dem Pilotprojekt vorgestellt, Kontakte geknüpft und erste Ideen für eigene Formate und Maßnahmen entwickelt. Die frühzeitige Vernetzung der verschiedenen handelnden Personen innerhalb der Kommunen macht es möglich, das Thema für Schülerinnen und Schüler von verschiedenen Seiten zu beleuchten.

„Bereits im Pilotprojekt wurde deutlich, welches Potenzial in der Zusammenarbeit von Schulen, Kommunen und Akteuren des Bevölkerungsschutzes liegt. Durch die Verknüpfung von Unterrichtsinhalten mit praktischen Erfahrungen konnten Schülerinnen und Schüler für Themen wie Selbstschutz, Selbsthilfe und Katastrophenvorsorge sensibilisiert werden. Gleichzeitig wurden Bevölkerungsschutzorganisationen und Verbände als wichtige Partnerinnen und Partner sichtbar gemacht.“ sagt Birgit Steuer, Leiterin Bildungsbüro Oberberg.

In mehreren Kommunen haben bereits erste Folgeveranstaltungen zur Planung eigener Projekte und Maßnahmen für Schülerinnen und Schüler stattgefunden. Erste konkrete Umsetzungen an Schulen werden für das Schuljahr 2026/27 erwartet.

„Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig Vorsorge und Handlungssicherheit im Katastrophenfall sind. Schulen können dabei einen entscheidenden Beitrag leisten, indem sie junge Menschen frühzeitig sensibilisieren und Kompetenzen vermitteln, die weit über den Schulalltag hinauswirken“, betont David Mauelshagen, Amt für Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz -Sachgebiet Zivil- und Katastrophenschutz.

Oberbergischer Kreis steht weiter beratend zur Seite

Das Bildungsbüro Oberberg, das Amt für Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz sowie die Projektagentur Oberberg GmbH stehen den Kommunen und Schulen weiterhin beratend zur Seite. Ziel ist es, bewährte Konzepte, Unterrichtsmaterialien, Kontakte und Erfahrungen aus dem Pilotprojekt verfügbar zu machen und so die Entwicklung passgenauer lokaler Formate zu erleichtern.

Mit der Ausweitung der Initiative auf das gesamte Kreisgebiet soll langfristig ein Netzwerk entstehen, das Bildung, kommunale Verantwortung und Bevölkerungsschutz miteinander verbindet. So können junge Menschen nicht nur Wissen erwerben, sondern auch zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in ihren Familien und ihrem sozialen Umfeld werden – ein wichtiger Beitrag für eine resiliente und handlungsfähige Gesellschaft.